Der Rhein-Rhone-Kanal
Der zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaute Kanal hatte zuerst eine große, wirtschaftliche Bedeutung, denn er stellte über den Rhein die Handelsverbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Becken des Nordsees dar.
Die allgemeinen Merkmale der Infrastruktur wurden im Laufe der Zeit verbessert. Die Schleusen wurden nach und nach verlängert, um heute eine Länge von 38,50m zu erreichen. Die nutzbare Fahrtiefe wurde ebenfalls erhöht um im südlichen Teil im Jahr 1922 2,20m zu erreichen. Die Scheitelhaltung von Valdieu, die auf einer 3 km langen Strecke 12 Schleusen zählt, wurde 1927 gesenkt und verlängert. Es wurden ebenfalls zahlreiche kunstvolle Bauwerke wie zum Beispiel eine Kanalbrücke in Wolfersdorf errichtet, um die Largue, Zufluss des Ills, zu überqueren.
Die Wasserspeisung erfolgt über zahlreiche Bäche und ebenfalls über eine Wasserrinne, die das für den Betrieb des Kanals notwendige Wasser in der Largue, in Friesen holt, 5 Dörfer durchquert und am höchsten Punkt des Kanals, in Valdieu einmündet.
Bis 1870 fand über den Kanal ein umfangreicher Warenverkehr statt, der es Industriezweigen wie z.B. der Ziegelei GILARDONI ermöglichte, sich in Retzwiller, Hagenbach usw. zu entwickeln...
Heute hat der Kanal mit seinem Erbe, einem Nautikrelais und der Verwendung des Treidelwegs durch die Radfahrer eine vorwiegend touristische Bedeutung. |