Märchen und Legenden des Sundgaus

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Forschung
Sundgau Radler-ParadiesCRT Elsass

Blumengeschmückte Städte und Dörfer - 2 Blumen


OBERDORF

Der an der CD 9b liegende Ort erstreckt sich über die gesamte Breite des Gemeindegebiets. Obersdorf ist dank der zum Großteil renovierten Fachwerkhäuser ein malerisches Dorf.

Im 16. Jh. unter dem Namen « OBRENDORFF » erwähnt, gehört der Ort zur Liegenschaft der Grafen zu Ferrette, Lehnsgut der Habsburger. Oberdorf wird hintereinander den Reinachs von Hirtzbach, dann in 1386 den Adeligen von Burnkirch und schließlich in 1429 den Eptingen übertragen. Ab 1592 wird dieses Lehnsgut von Petermann d'Eptingen verwaltet und bleibt bis zur Revolution in der Familie. 1482 übergab der Bischof von Basel den Cour Colongère (Dighof) im Besitz des Gutsherrn als Lehnsgut an dieselbe Familie. 1576 findet man den Ort unter dem Namen « Obertorff ». 1700 ist Oberdorf ein Allod (althochdeutsch für Gesamtbesitz) der Eptingen. Die im 16. Jh. aus Basel verbannten Juden verteilten sich im Süden des Elsass und sie kamen auch in das Dorf. Der Ort wurde während dem Ersten Weltkrieg nicht evakuiert und wurde in 1939/1945 nur wenig getroffen. Das Wappen stammt aus dem Ende des 17. Jh.: « Auf grünem Hintergrund, zwei übers Kreuz verbundene, silberne Dreschflegeln ». Oberdorf ist ebenfalls der Geburtsort des Schriftstellers Victor Hell.