Märchen und Legenden des Sundgaus

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Forschung
Sundgau Radler-ParadiesCRT Elsass

Geschichte - Ab dem 18. Jahrhundert...


Das 18. Jahrhundert ist eine Zeit des Fortschritts, gekennzeichnet durch die Entwicklung der Landwirtschaft mit der Einführung der Kartoffel um 1720 und dem Beginn der Industrie (Schmieden, Textilindustrie...). Der Sturm auf die Bastille 1789 hat starke Auswirkungen im Sundgau. Zahlreiche Übergriffe eskalieren in Hirsingue, Carspach, Hirtzbach, Seppois le Bas, Ferrette... Man attackiert die Häuser der Geld verleihenden Juden. Adelsfamilien emigrieren, Klöster werden geschlossen oder zerstört (Lucelle). 1790 wird das Departement Haut Rhin (Hochrhein) gegründet, das den Sundgau einschließt, Altkirch wird dabei zur Distrikthauptstadt.

Unter dem Konsulat und dem Kaiserreich findet der Sundgau zurück zur Ordnung und bleibt vorwiegend ein landwirtschaftliches Land. Gegen Ende des Kaiserreichs wird der Sundgau von den Württembergern, den Badenern und den Russen überfallen. Die Alliierten verlassen den Sundgau erst am 11. November 1818 endgültig.

Die Landwirtschaft ist im 19. Jh. Weiterhin, unter leichter Modernisierung die Hauptbeschäftigung. Aber die dreijährige Fruchtfolge bleibt fest in der Tradition verankert. Das Bevölkerungswachstum ist beachtlich und nährt eine starke Auswanderungswelle in Richtung der Industrie von Mülhausen und hin zum amerikanischen Kontinent. Unter den wenigen Industrien, die sich im Sundgau niederlassen, sind die Ziegelei Gilardoni (Altkirch), die Keramik-Kachelöfen des Hauses Hanser, die Töpfereien und Keramiköfen Wanner (Linsdorf), der Webstuhlbauer Xavier Jourdain (Altkirch), die Seidenbandweberei Foltzer (Tagolsheim), die Weberei Emanuel Lang (Waldighoffen), die Bierbrauereien (Altkirch) und die Buchdruckereien und Lithographiewerkstätten (Altkirch, Pfirt...) zu nennen.

1824 beginnt der Bau des Rhein-Rhone-Kanals, der den Sundgau durchquert, und 1840 der Bau der Eisenbahnstrecke Mülhausen-Saint Louis. Unter dem zweiten Kaiserreich baut Bazaine die Gleisstrecke Mülhausen-Belfort.

1848, aufgrund erheblicher, antisemitischer Bewegungen (Durmenach, Altkirch, Hirsingue), verlassen die Juden nach und nach die sundgauer Dörfer in Richtung der städtischen Zentren.
Der Krieg von 1870-71 unterbricht 50 Jahre Frieden. Die Kämpfe beginnen in der Region um Kembs, Ende September 1870 ist der gesamte Sundgau von der deutschen Armee besetzt. Nach dem Friedensvertrag vom 10. Mai 1871 wird der Sundgau Deutschland angeschlossen.

Nach einer Anpassungsperiode nimmt die industrielle Entwicklung mit der Niederlassung neuer Industrien wieder auf. Der Sundgau öffnet sich kommerziell dem Rest des Departements und dem Territorium von Belfort, das französisch blieb. 1874 verbindet eine Telegrafenlinie Altkirch mit Ferrette. 1891 verbindet die Eisenbahn diese zwei Städte und andere Bahnlinien werden zwischen Dannemarie und Pfetterhouse (1910) und Blotzheim-Waldighoffen (1915) gebaut. Mehrere Kirchen werden wieder aufgebaut (Saint Morand in Altkirch, Ballersdorf usw...). Bis zum Ende dieses Jahrhunderts bleibt der Sundgau ein großer Getreideanbauer und Viehlieferant für Metzgereien und Aufzucht.


Sundgauer Wald - Bunker von 1914-1918
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Bunker von 1914-1918

Der Erste Weltkrieg bricht vor allem im Westen der Region aus. Ab den ersten Tagen im August 1914 sprengen die in der Nähe von Valdieu einquartierten französischen Truppen das Viadukt von Dannemarie. Heftige Kämpfe brechen aus. Ab Januar 1915 bleibt die sundgauer Front stationär. Verschiedene Orte im Südwesten werden bombardiert. Im Dezember 1915 entscheidet das deutsche Kommando, die Bevölkerung zahlreicher Orte zu evakuieren. Ihr Exil dauert bis Ende 1918.

In der Zwischenkriegszeit werden etwa 200 Teiche für die Karpfenzucht angelegt.

Der Friede ist von kurzer Dauer. Nach der Niederlage von 1940 wird der Sundgau von Deutschland besetzt. Unter dem Nazi-Terror ist die Bevölkerung Opfer von Deportationen, Inhaftierungen, Hinrichtungen und der Zwangsmobilisierung der Männer zwischen 17 und 38 Jahren. Einige versuchen, in die Schweiz zu flüchten. Am 19. November 1944 ist Seppois le Bas der erste befreite Ort, zwei Tage später gefolgt von Altkirch. Aber die erbitterten Kämpfe enden erst am 20. Dezember in der "Poche de la Largue" (Kampfzone).


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