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Der historische Sundgau stimmte damals mit den Liegenschaften der Grafen zu Ferrette und jenen der Habsburger überein, mit Ausnahme der Stadt Mülhausen und ihrer Gemarkungen, bestehend aus Illzach und Modenheim. Der geographische Sundgau bezeichnet eine kleinere Region mit den Hügelländern im Süden von Mülhausen bis zum Tal der Lucelle.
Die ersten Menschen ließen sich ab 500.000 v.Ch. im Sundgau nieder. Bei Grabungen wurden Funde aus der Alt- und Neusteinzeit entdeckt. Die Bronzezeit entspricht der Migration von Bevölkerungen, die ihre Toten mit Feuer bestatteten. Aus der Eisenzeit kennt man die Anlage von Britzgyberg bei Illfurth, eine echte Festung.
Im 1. Jahrhundert v. Chr. wird der Sundgau in ein weitläufiges Land einverleibt, das von den Sequaner besetzt ist, mit Sitz in Besançon. Um 70 v. Chr. rufen die Sequaner, um sich vom Joch ihrer benachbarten Häduer zu befreien, germanische Söldner zu Hilfe. Diese, angeführt von Ariovist, lassen sich schließlich selbst im Gebiet der Sequaner nieder. So werden die Römer zu Hilfe gerufen, um sie zu vertreiben. Julius Cäsar besiegt Ariovist in 58 v. Chr. und die Römer lassen sich im Elsass nieder. Ein sehr dichtes Straßennetz entsteht, das die Keltenwege übernimmt. Den Straßen entlang werden Vicus erbaut, wie z.B. in Largitzen, Sierentz, Koestlach usw. Die römische Beherrschung endet zu Beginn des 5. Jahrhunderts. Danach besetzen die Alemannen den Sundgau bis zum Sieg der Franken bei Tolbiac (496). Der Sundgau ist Teil des Austrasischen Reichs und gehört zum Herzogtum Elsass. Unter der Herrschaft der Merowinger und dem Einfluss irischer Mönche wird das Christentum im Sundgau eingeführt. Um 700 entstehen die ersten, dem Hl. Martin gewidmeten Mutterkirchen. |